Acht Wasser­hähne zäh­le ich in unserem Haus – in der Dusche, im Bad, Küche und Garten bekomme ich mit ein­er Hand­be­we­gung fließen­des Wass­er. Hier bei uns auf dem OTTO-Campus haben wir sog­ar eine eigene Wasserquelle und einige Wasser­auf­bere­it­er, so dass wir uns direkt frisches Leitungswass­er abzapfen kön­nen. „Zur Wasserquelle laufen“ ist mit­tler­weile ein beliebtes Rit­u­al unter den Kol­le­gen. „Zur Wasserquelle laufen“ kann aber auch andere Dimen­sio­nen ein­nehmen, zum Beispiel wenn man den Kon­ti­nent wech­selt.

Christi­na hat dies bere­its erlebt. 2010 war sie für einige Wochen in Tansa­nia, genauer gesagt im Ngorongoro-Schutzgebiet, und unter­richtete Englisch und Sport an ein­er Schule für Kinder des Stammes der Mas­sai. Die Schule wird dort mit ein­er Wasser­pumpe ver­sorgt, diese läuft aber nur ein­mal am Tag für jew­eils eine Stunde. Jed­er einzelne Tropfen Wass­er, der zum Kochen, Waschen und Putzen ver­braucht wird, muss per Hand ins Haus getra­gen wer­den. Der Leben­srhyth­mus richtet sich nach der Wasser­pumpe; sobald sie anfängt, das kost­bare Nass her­auszugeben, wird alles andere ste­hen und liegen gelassen.

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In weit­en Teilen Afrikas, beson­ders in ländlichen Gebi­eten, ist das gang und gäbe. Für Frauen und Mäd­chen bedeutet dies, mehrmals am Tag kilo­me­ter­lange Fußmärsche auf sich zu nehmen. Denn Wass­er holen ist hier meist Frauen­sache. Auch in Capo Del­ga­do in Mosam­bik, einem der Baum­wol­lan­bauge­bi­ete der Ini­tia­tive Cot­ton made in Africa (CmiA). Richard Wake­field von Plexus, dem lokalen Part­ner von CmiA, sagt: „Wenn wir die Farmer fra­gen, was bere­it­et euch die meis­ten Sor­gen, ist es nicht, dass sie unbe­d­ingt ein Motor­rad wollen oder ein Auto oder sowas. Ihre größte Sorge ist das Wass­er. Wir wollen darum, dass mehr Dör­fer mit Brun­nen ver­sorgt wer­den.“

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Dafür wurde ein Gemein­schaft­spro­jekt von der Aid by Trade Foun­da­tion ins Leben gerufen und in Koop­er­a­tion mit OTTO, der Deutschen Investitions- und Entwick­lungs­ge­sellschaft (DEG), Care Mosam­bik, dem Bun­desmin­is­teri­um für wirtschaftliche Entwick­lung und Zusame­nar­beit (BMZ) und der Baum­wollge­sellschaft Plexus durchge­führt. Das Ziel des Pro­jek­ts, näm­lich den Men­schen in den Anbau­re­gio­nen von CmiA Zugang zu sauberem Wass­er, san­itär­er Grund­ver­sorgung und hygien­is­chen Lebens­be­din­gun­gen zu ver­schaf­fen, klingt für uns wie eine Selb­stver­ständlichkeit.

Anja Dil­len­burg, Lei­t­erin Cor­po­rate Respon­si­bil­i­ty bei OTTO, hat sich die Bedin­gun­gen vor Ort angeschaut und resümiert: „Wenn ich mir vorstelle, dass diese Gänge [zu den Brun­nen] mehrfach am Tag gemacht wer­den müssen, und dass das die Grund­lage ist für die Exis­tenz der Fam­i­lie, weil das Wass­er für alles die grundle­gende Basis ist, dann ist das für uns unvorstell­bar. Für uns, die wir täglich Zugang und Zugriff zu allem haben, was wir brauchen und über­haupt nicht drüber nach­denken.“

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Mit diesem WASH- Pro­jekt soll das geän­dert wer­den. Nicht nur Brun­nen wer­den gebaut oder instand geset­zt, son­dern auch San­itärein­rich­tun­gen, zum Beispiel in Schulen. Dabei ist wichtig, dass die San­itärein­rich­tun­gen nicht in der Nähe der Brun­nen errichtet wer­den, um eine Verun­reini­gung des Grund­wassers zu ver­mei­den. Denn dadurch kön­nen viele Krankheit­en entste­hen. Damit der Erfolg des Pro­jek­ts langfristig gesichert ist, wird die lokale Bevölkerung mit ein­be­zo­gen. Es gibt eigens dafür ein­berufene Komi­tees, die als Schnittstelle zur Dorf­bevölkerung fungieren und Sem­i­nare, in denen alle Beteiligten ler­nen, eigen­ständig San­itäran­la­gen zu bauen und instand zu hal­ten.

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Aber nicht nur tech­nis­che Einzel­heit­en wer­den allen Beteiligten näher gebracht. Auch das Hygien­ebe­wusst­sein in den Dor­fge­mein­schaften soll mith­il­fe von Work­shops gestärkt wer­den. In der Ein­beziehung der Dor­fge­mein­schaften hat die Ini­tia­tive Cot­ton made in Africa bere­its Übung: Zum Beispiel gibt es eine mobile Farm­er­schule, mit der CmiA die Fort­bil­dung der Baum­woll­bauern sichert. Spielerisch wer­den hier anhand von The­ater­stück­en der effiziente Umgang mit Wass­er und umwelt­fre­undliche Anbaumeth­o­d­en erk­lärt. In der afrikanis­chen Kul­tur ist fest ver­ankert, dass Wis­sen mündlich weit­ergegeben wird. Also schickt jede Dor­fge­mein­schaft einen Vertreter, der an den Ver­anstal­tun­gen teil­nimmt, Neues lernt und bei sein­er Rück­kehr in die Dor­fge­mein­schaft davon berichtet. So wird die gute Qual­ität der Baum­wolle gesichert und es kön­nen höhere Erträge erwirtschaftet wer­den.

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Ziel ist, dass in min­destens 16 Dör­fern der Baum­woll­re­gion Capo Del­ga­do Brun­nen und San­itärein­rich­tun­gen ste­hen. Prof­i­tieren wer­den davon bis zu 30.000 Men­schen in Mosam­bik und vor allem den Frauen: Ihre Wege zum Wass­er holen wer­den damit deut­lich kürz­er.

Wiederverwenden: Die Hanseatische Materialverwaltung

| von 
Die Hanseatische Materialverwaltung ist ein in Europa einzigartiges Projekt. Film- und Theaterrequisiten werden zur Weitergabe gesammelt und so vor der Entsorgung bewahrt. Die Hamburger Idee sollte Schule machen. Schon als Kind faszinierten mich Theateraufführungen. Besonders beeindruckten mich die aufwändigen Bühnenbilder. Riesige Kulissen, tolle Dekorationen – davon konnte ich nicht genug bekommen. Das Gleiche dann später, als ich anfing, mich für Filme zu begeistern. Da war die Ausstattung dann wirklich großes Kino. Traumwelt eben. Ein wahrer Albtraum sind jedoch die Abfallmengen, die bei Film- oder Theaterproduktionen entstehen und auf Messen anfallen. Immer wieder. Denn die meisten Requisiten oder Dekorationsartikel werden nur…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor

redscorpi
Montag, 25. Mai 2015, 11:17 Uhr

Auch wichtig zu wis­sen: eine Spül­mas­chine ver­braucht weniger Wass­er als das Abspülen von Hand. Wenn man dann noch darauf achtet sie nicht schon halb voll laufen zu lassen wird eben­falls eine Menge Wass­er ges­part.

katr*n
Sonntag, 24. Mai 2015, 8:26 Uhr

Viel Wass­er, was den Abfluss herun­terge­ht, ist noch ver­wend­bar. Bei mir ste­ht immer eine Schüssel/Kanne im Küchen­waschbeck­en, um dieses zum Pflanzengießen aufz­u­fan­gen. Ins­beson­dere z. B. Wass­er vom Kochen von Kartof­feln wegzugießen, ist eine Schande: Darin sind so viele Nährstoffe, es ist der beste Pflanzendünger! Im Garten wird Regen­wass­er in Ton­nen und Teichen aufge­fan­gen zum Gießen.

Aber mein ulti­ma­tiv­er Tip zum Wassers­paren:
Ein­fach WENIGER ver­brauchen! Duschen und Baden wird in unser­er Gesellschaft generell über­trieben, früher (noch vor eini­gen Jahrzehn­ten) galt die ärztliche Empfehlung ein­mal pro Monat zu duschen. Der gute alte Waschlap­pen ist daher ein biss­chen aus der Mode gekom­men! Für die Haare geht zwis­chen­durch auch mal ein Trock­en­sham­poo, generell tut das viele Wass­er Haut und Haaren nicht gut – somit ist Wassers­paren an dieser Stelle dop­pelt gut.
Nichts­destotrotz sollte jed­er Haushalt sich einen Wasserspar­duschkopf anschaf­fen. Im Ver­gle­ich zu Mas­sage­duschköpfen kann hier die Hälfte bis zwei Drit­tel Wass­er beim Duschen ges­part wer­den!

yvonne
Donnerstag, 21. Mai 2015, 18:34 Uhr

Regen­wass­er sam­meln zum gießen,
Kaltes Duschwass­er auf­fan­gen für Toi­lette,
Kon­deswass­er aus Trock­n­er zum giessen ver­wen­den.

Maik W.
Dienstag, 19. Mai 2015, 23:21 Uhr

Beson­ders Effek­tiv und Gewinn brin­gend ist u.a. die Kündi­gung des Fleisch­a­bos

jan n
Dienstag, 19. Mai 2015, 11:56 Uhr

Das Koch und abwaschwass­er wird in die Toi­let­ten­spülung gefüllt. Diese spült immer nur mit der min­i­mal Menge.

Felix
Dienstag, 19. Mai 2015, 8:00 Uhr

Nicht nur Wasserspar­tipp, son­dern auch Energies­par­tipp:
Wenn das Wass­er in der Dusche zu heiß ist, nicht kalt auf­drehen, son­dern warm zudrehen.

diehoehn
Montag, 18. Mai 2015, 8:10 Uhr

Mit ein­er Eieruhr duschen – max. 3 minuten

ina
Sonntag, 17. Mai 2015, 18:51 Uhr

viel wichtiger als wassers­paren (in europa) ist WARMwassers­paren. nur wenns unbe­d­ingt sein muss!

Ronny
Samstag, 16. Mai 2015, 18:34 Uhr

Ich fange das das kalte Wass­er das aus der Dusche kommt bevor es warm wird mit Eimern auf und benutze das Wass­er zum Spülen der Toi­lette nach dem Pinkeln

Ramona
Samstag, 16. Mai 2015, 11:11 Uhr

Das Wass­er, das man beispiel­sweise zum Nudeln kochen ver­wen­det hat kann man sehr gut in eine Gießkanne füllen und damit seine Blu­men gießen 🙂

angela
Freitag, 15. Mai 2015, 21:36 Uhr

Wir ver­suchen so viele Dinge wie möglich im alltäglichen Leben zu beacht­en, für uns inzwis­chen selb­stver­ständlich: die Waschmas­chine wird nur angemacht, wenn sie wirk­lich voll ist, Wasser­hahn beim Zäh­neputzen und Hän­de­waschen nicht laufen lassen, Duschen anstelle von Baden, Spar­taste bei der Toi­let­ten­spülung, wassers­paren­der Duschkopf, etc.